Industrie 4.0 für den Mittelstand

Hier finden Sie die Ergebnisse der Studie: "Erschließen der Potenziale der Anwendung
von ,Industrie 4.0' im Mittelstand" im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Infoportal

Industrie 4.0 Funktionsbereiche

Vernetzung / Integration

Die Vernetzung und Integration zwischen Bereichen oder Abteilungen innerhalb eines Unternehmens (vertikale Integration) aber auch zwischen verschiedenen Unternehmen (horizontale Integration) ist ein zentrales Element der Industrie 4.0 Vision. Ziel der digitalen Vernetzung ist eine Verbesserung der Zusammenarbeit, Koordination und Transparenz über die Unternehmensbereiche hinweg sowie entlang der Liefer- und Wertschöpfungskette. Der Funktionsbereich Vernetzung und Integration umfasst daher die bereichsübergreifende Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit in Wertschöpfungsnetzwerken.

Dazu sind ein einheitlicher Informationsaustausch sowie eine durchgehende Kommunikationsstruktur zwischen den Teilnehmern des Wertschöpfungsnetzwerkes nötig. Durchgängige Daten- und Informationsflüsse über den gesamten Produktlebenszyklus bergen große Vorteile. So können zum einen Daten, Kennzahlen, Probleme und Wünsche mit Kunden, Lieferanten und Partnern im Netzwerk direkt ausgetauscht werden. Anderseits verbessert sich unternehmensintern das Wissens- und Informationsmanagement. Der Funktionsbereich Vernetzung und Integration beinhaltet zudem die Ansätze des Cloud-Computing und das Internet der Dinge, da sie zentrale Voraussetzungen für die vernetzte Zusammenarbeit darstellen.

Leitfrage

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen / innerhalb der Abteilung und mit Partnern im Netzwerk? Welche Daten werden ausgetauscht?

Schlagworte

» Vertikale und horizontale Integration
» Flexible Vernetzung von Anlagen, Prozessen und Produkten
» Internet der Dinge, Cloud-Computing

Chancen

» Vereinfachung der Zusammenarbeit intern und im Netzwerk
» Erhöhung der Transparenz der Lieferkette
» Verbesserung des Verständnisses für Zusammenhänge
» Schaffung von durchgängigen Informationsflüssen (One-Dataset)
» Verstärkung der Kundenbindung
» Innovationsschub und Produktverbesserungen durch Kundeneinbindung
» Bildung "virtueller" Unternehmen zur Stärkung der Marktmacht
» Kunden-, orts- und geräteunabhängige Verfügbarkeit von Daten

Risiken

» Markttransparenz führt zu steigendem Wettbewerbs- und Kostendruck
» Fehleranfälligkeit der komplexen Systeme (Anstieg der Schnittstellen)
» Fehlende Kommunikations- und Schnittstellenstandards
» Hohe Abhängigkeiten (von Technik, Partnern, IT»Dienstleistern)
» Geringe Akzeptanz der Beschäftigten
» Know-how Verlust bei Wechsel der Netzwerkpartner
» Erhöhter Bedarf an Facharbeitern

Industrie 4.0 Anwendungen und Zugehörigkeit zu den Unternehmensbereichen

· Basistechnologie · Schlüsseltechnologie · Schrittmachertechnologie

Cloud-Systeme
Bildung virtueller Unternehmen
Vernetzung der Produktlebensabschnitte
PDM-System
Requirement Engineering
Vorankündigung von Lieferungen
Vernetzung aller IT-Systeme
Kunden- und Lieferantenanbindung
Kommunikation von Bedarfsschwankungen
Datenmanagement-Systeme
Kollaboration unter Entwicklungsteams
Management von Qualitätsinformationen
Produktdaten am Produktlebensende für Re-Cycling
Meldung von Transporbedarfen
Vernetzung mit Produktentwicklung
Zugang zu Expertenwissen
Abstimmung mit der Produktionsplanung
Austausch von Technologiedaten
Erfassung von Änderungswünschen